Sonntag, 24. September 2017

Es ist vollbracht

Ja, wir leben noch, auch wenn es in der letzten Zeit hier nicht mehr viel von uns zu lesen gab. Dafür hatten wir umso mehr zu tun.



Auf der einen Seite das Administrative. Nun gehört das Haus Calle el Pilar 12B offiziell uns. Am 31. August fand die Überschreibung auf dem Notariat in Los Llanos de Arídane statt. Doch damit war es natürlich noch nicht getan, denn nach der Überschreibung galt es, möglichst bald an folgenden Stellen zur Änderung des Besitzereintrags vorstellig zu werden:

– bei der Gemeinde für den Katastereintrag, für die Gebühren für Müllabfuhr und Trinkwasserbezug sowie für die Grundstückssteuer,

– beim Elektrizitätswerk Endesa für den Strombezug

– und schliesslich bei der privaten Hausversicherung, welche hier sowohl das Gebäude selbst wie auch den Hausrat umfasst.

Auf der anderen Seite galt es, den Inhalt von rund 80 Umzugskartons auszupacken, zu ordnen und möglichst praxisgerecht zu verstauen. Dies ist uns mittlerweile fast vollständig gelungen, nachdem wir zwischenzeitlich noch einen Tagesausflug nach Teneriffa gemacht haben, um unter anderem ein weiteres Küchenmöbel zu besorgen, das man hier auf La Palma nicht erhält.


Nun sind wir soweit eingerichtet, dass wir an dieser Stelle endlich einmal einen Rundgang durch unser nun wohnlich gewordenes Haus vornehmen können:












Beginnen wir am westlichen Ende des Hauses bei A. Hier ist das Büro mit Computer, Drucker und grossen Gestellen für Bücher, Fotoarchiv und allerlei Gerätschaften untergebracht. Unterdessen ist an der rückwärtigen Wand der anfangs noch fehlende Arbeitstisch samt entsprechender Beleuchtung installiert. Endlich darf nun hier nach Herzenslust gehämmert, gesägt oder genäht werden.

Durch eine zweiflügelige Holztüre betreten wir nun den nördlich angrenzenden Wintergarten (B). Hier ist das Esszimmer für jene herbstlichen Tage eingerichtet, an denen es zu kalt oder zu windig ist, um draussen zu essen.










Durch eine weitere zweiflügelige Holztüre erreicht man nach Westen hin den grossen Wohnbereich (C) mit dem zentralen Grundofen, mit dem sich laut dem Vorbesitzer des Hauses angeblich das ganze Haus beheizen lässt – wir sind gespannt und haben draussen bereits 7 Ster Brennholz gestapelt.







Hier befindet sich einerseits die Sitzgruppe vor dem Fernseher, andererseits die Küchenecke, die wir mit einem grossen Kühlschrank sowie einem Geschirrspüler aufgerüstet und mit zwei freistehenden Inselmöbeln nach Kräften erweitert haben, um all unsere Kochutensilien und sogar noch ein paar Flaschen Wein unterzubringen.

















Durch einen bogenförmigen Durchgang gelangt man in den Flur (D), wo die übrigen Räume angrenzen.
















Es sind dies das grosse Badezimmer (E) mit offener Dusche und Waschmaschine, ...











... der begehbare Schrank (F), den wir uns mit meterhohen Wandgestellen von Ikea zusammengezimmert haben, ...









... und schliesslich das Schlafzimmer (G), das wir mit Andenken an unsere wiederholten Reisen nach Indien und Südostasien dekoriert haben. Mittlerweile ist auch der kleine Fernseher mit integriertem Satellitenreceiver, den wir über Amazon bestellt hatten, eingetroffen und installiert.













Nun wechseln wir in den Gästebungalow, der keine interne Verbindung zu unserem Wohnbereich aufweist. Hier können Verwandte und Bekannte, später auch Airbnb-Mieter  eine eigenständige Wohneinheit beziehen.











Herzstück ist dabei die von zwei Seiten her zugängliche  Wohnessküche (H)  mit Vierflammenkochherd und kompletter Kocheinrichtung.











Das Sofa lässt sich zu einem weiteren Bett umfunktionieren. Auch hier ist unterdessen der gleiche kleine Fernseher wie in unserem Schlafzimmer installiert, mit dem unsere Gäste via Satellit sowohl deutsche wie auch Schweizer Programme angucken können.

Im Bereich der Garderobe (I) befinden sich die Zugänge...














... zum komplett eingerichteten Badezimmer (J) mit Duschkabine ...






















... und zum Schlafzimmer (K) mit grossem Doppelbett und viertürigem Schrank. Darin sind ein Tresor für Wertsachen, ein Staubsauger, ein Ventilator für heisse und ein Elektroheizradiator für kalte Tage untergebracht.





Als nächstes werden wir den Garten in Angriff nehmen, wo wir nicht nur bei den Pflanzen noch etwas aufrüsten müssen, sondern auch noch das Saunahäuschen betriebsbereit machen und ein paar weitere Annehmlichkeiten installieren möchten. Dazu mehr später.





Mittwoch, 26. Juli 2017

Unser Hausrat ist da

Eigentlich ist der Lastwagen der Schaffhauser Transportfirma Schäfli schon seit letzten Freitag auf der Insel La Palma. Doch, wen wunderts, einmal mehr hat ein Seefracht-Zoll zugeschlagen und dem Transport unserer Ware die Ausfahrt verwehrt. Der Grund: Ein Dokument fehlt, nicht eines das wir hätten beschaffen sollen, sondern eines das die Zollkollegen am Festlandhafen in Cadiz, wo der Lastwagen auf die Fähre einschiffte, dem Chauffeur mitzugeben vergassen!!!! Unser Glück, dass wir Lastwagenfracht zum Pauschaltarif gebucht hatten. So bleiben wir von Mehrkosten verschont. Hätten pwir Containerfracht gebucht, hätten wir nun zur Wartezeit noch Standgebühren für den Container bezahlen dürfen.



Nun, heute traf das bewusste Dokument endlich ein, und der Lastwagen konnte die letzten 30 Kilometer vom Hafen Santa Cruz de La Palma bis zu uns nach El Paso unter die Räder nehmen. Ganz knapp lässt sich der grosse MAN-Dreiachser so vor unser Haus manövrieren, dass die Hebebühne abgesenkt werden kann, dia Strasse aber nicht blockiert ist.







Innert eindreiviertel Stunden laden wir und der Chauffeur die Ware aus. Nun steht der ganze Haufen in der Wohnküche und im Arbeitszimmer und wartet darauf ausgepackt und versorgt zu werden. Allerdings wird jetzt schon klar, dass der Platz in unserem Mobiliar nie und nimmer reicht für so viel Material. Und die beiden Estrichräume sind erstens ebenfalls nicht besonders geräumig und zweitens nur über eine Leiter und 60x60 cm grosse Türchen zugängig.

Samstag, 1. Juli 2017

Zürich-La Palma, so fliegt ihr zu uns

Eigentlich hätte Air Berlin ab diesem Sommer eine regelmässige Direktverbindung von Zürich (ZRH) nach Santa Cruz de la Palma (SPC) aufnehmen sollen. Doch wegen ernsthafter finanzieller Probleme hat diese Fluggesellschaft ihre Destinationen zusammengestrichen, darunter auch die Verbindung nach La Palma.

Somit bleibt die Flugreise von der Schweiz zu uns runter eine etwas komplizierte Angelegenheit. Gewiss, die spanische Liniengesellschaft Iberia bietet tägliche Verbindungen von Zürich nach La Palma und zurück an, jeweils mit Umsteigen in Madrid. Doch das Ticket hin und retour kostet pro Person rund satte 1000 Franken.

Günstigere Verbindungen findet man auf Plattformen wie kiwi.com oder kayak.com . Doch, aufgepasst: Was auf diesen Plattformen nach echtem Schnäppchen aussieht, ist oft mit einem nächtlichen Stoppover und zwei- oder mehrmaligem Umsteigen verbunden. Und bei kiwi.com werden die einzelnen Flugsegmente mit separaten Tickets gebucht. Das bringt deutlich mehr Verbindungen und tiefere Preise, allerdings muss man aufgegebenes Gepäck beim Umsteigen jeweils am Gepäckband abholen und wieder frisch einchecken.

Eine empfehlenswerte und meist recht preisgünstige Verbindung bietet die spanische Discount-Airline Vueling an. Auf dem Flug von Zürich nach La Palma und zurück muss dabei jeweils nur einmal, nämlich in Barcelona umgestiegen werden. Allerdings wirkt der Flugplan etwas willkürlich:







Juli 2017: Mittwoch und Samstag
August 2017: Samstag
September 2017: Dienstag (ab 12.) und Samstag
Oktober 2017: Dienstag (bis 24.) und Samstag
November 2017: Samstag
Dezember 2017: keine Verbindungen!!
Januar 2017: Samstag (ab 13.)
Februar 2017: Samstag
März 2017: Samstag
April 2017: Dienstag und Samstag

Schliesslich bietet Germania wie schon letztes Jahr über die Wintermonate November bis und mit April jeweils am Donnerstag DIREKTE Flüge von Zürich nach La Palma und umgekehrt an. Und wer rechtzeitig bucht, kriegt diese wohl bequemste aller Verbindungen hin und zurück sogar für weniger als 400 Franken pro Person!

Samstag, 17. Juni 2017

Schweizer Mission

Zurzeit sind wir wieder in der Schweiz. Nicht ferienhalber sondern in verschiedener Mission was unseren Umzug nach La Palma angeht. Und dank dessen, dass wir in dieser Zeit als Housesitter für ein Ehepaar in Maur tätig sind, welches eine knapp einmonatige USA-Reise unternimmt, kommen wir nicht nur in den Genuss einer kostenlosen Unterkunft, sondern dürfen für unsere Besorgungen gratis auch noch eines der Autos benutzen.

Zu erledigen haben wir zum Beispiel einmal den Transfer unserer Pensionskassen- und Säule-3a-Gelder, die wir zu einem Teil zur Finanzierung unseres Hauses brauchen. Dazu haben wir uns der Auslandschweizer-Genossenschaft Soliswiss angeschlossen. Diese organsiert nun den Transfer der Gelder via ein Durchlaufkonto im Kanton Schwyz, womit wir in den Genuss der schweizweit tiefsten kantonal geregelten Quellensteuer kommen.




Am wichtigsten jedoch ist der Transport unseres Hausrats, der bis jetzt in einem Lagerraum in Wil/SG eingelagert war, damit wir in unserer neuen Heimat El Paso ENDLICH wieder einmal voll ausgerüstet leben und haushalten können.




Da wir in Vergangenheit mehrfach schlechte Erfahrung mit Containerfracht gemacht hatten, entschieden wir uns für den Transport via Strasse und Fähre mit einem Lastwagen. In der Schaffhauser Firma Schäfli haben wir einen Spanien-Transportspezialisten gefunden, der uns diese Art von Fracht zu einem nur unwesentlich höheren Preis als per Container anbietet. Vorteile: Auf der ganzen Strecke ist ein und derselbe Ansprechpartner zuständig, und die Ankunftszeit der Ware in La Palma lässt sich genauer definieren.



Am letzten Donnerstag war also das grosse Einladen angesagt. Für den Zoll muss dazu jedes Frachtstück numeriert und in eine Liste eingetragen werden. Keine einfache Sache, wenn man nicht mehr weiss, in welcher der rund 80 Kartonschachteln und Transportboxen nun was genau eingepackt ist. Einen Teil der Schachteln hatten wir ja vor fünf Jahren schon gepackt.







Trotzdem ist der Spuk nach drei Stunden bereits vorüber. Die Ware ist samt und sonders im Lastwagen und soll in gut einem Monat von uns in La Palma wieder in Empfang genommen werden.

Montag, 5. Juni 2017

Erste Runde geschafft!

Kaum zu glauben, aber wir haben es doch noch geschafft, innerhalb von geschlagenen sieben Wochen die Niederlassung und die spanische Fahrzeugzulassung für unseren Panda zu bekommen!!


Ersteres war, als wir ENDLICH die Police von der Adeslas-Krankenversicherung erhalten hatten, kein Problem mehr.  Diese grüne Karte weist uns nun offiziell als Einwohner der Gemeinde El Paso auf der Insel La Palma in der spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife aus. Damit geniessen wir ab sofort auch vergünstigte Flüge und Fährüberfahrten von, nach und zwischen den Inseln.

















Das zweite lief nach dem Bezahlen von 624.50 Euro für Importzoll (als Umzugsgut immerhin vergünstigt) Zulassung und Fahrzeugsteuer auf einmal ebenfalls wie geschmiert, so dass unser Panda ab heute nicht mehr Zürcher Nummernschilder, sondern die spanischen Kennzeichen 4487 JZR trägt.


Dazwischen haben wir es nach der Passfahrt vor rund zwei Wochen ebenfalls noch geschafft, einmal rund um die Insel zu fahren. Die Durchgangsstrasse liegt dabei meist auf 400 bis fast 1000 Meter über Meer. Wer runter will, muss meist am selben Ort oder nur kurz danach wieder rauf.

Wir halten von El Paso aus zuerst südwärts, fahren hoch über Puerto Naos und dem neuen Ferienresort Princess La Palma nach Los Canarios in der Gemeinde Fuencaliente.


Dort kann man bis zum Meer und zum Leuchtturm an der Südspitze der Insel runterfahren.
 

Hier befindet sich der Vulkan Teneguia, der erst 1971 noch ausgebrochen ist und dabei ein neues Lavafeld samt schwarzem Strand geschaffen hat.













Entlang der Ostküste fahren wir über Breña Alta und oberhalb der Haupstadt Santa Cruz nordwärts und passieren dabei Los Sauces,…












… wo die Natur an der Küste natürliche Pools geschaffen hat – eine Attraktion nicht nur für Touristen.


Über Barlovento ganz im Norden erreichen wir zuerst Puntagorda auf rund 1000 Meter, um dann durch die Weinbaugebiete im Nordwesten bis nach Tijarafe allmählich wieder an Höhe zu verlieren.











Schliesslich geniessen wir einen spektakulären Ausblick nach Los Llanos und El Paso, bevor wir uns in den Barranco de Las Angustias hinunterstürzen, der nach Puerto Tazacorte führt und unsere Rundfahrt abschliesst.


Mit diesen Bildern verabschieden wir uns vorerst von unserer neuen Heimat La Palma, um während der kommenden fünf Wochen in unserer alten Heimat den Umzug unseres Hausrats zu organisieren und drüben wie hüben administrativen Kram zu erledigen…