Sonntag, 12. August 2018

Souvenir aus der Schweiz

Eben sind wir aus der Schweiz wieder nach La Palma zurückgekehrt. Einige von euch haben wir während unseres Urlaubs in unserer alten Heimat treffen dürfen. Zurückgekehrt sind wir allerdings nicht mit dem Flugzeug, wie wir angereist waren. Nein, wir haben uns nämlich in der Schweiz ein Souvenir erworben: ein Trike von Harley-Davidson, eine FLRT Freewheeler.

Dieses Modell ist in der Schweiz rund 4700 Franken günstiger zu kaufen als in Spanien, zudem konnten wir bei Harley-Heaven Bächli in Dietikon/ZH ein Vorführmodell mit kaum 200 Kilometer auf dem Tacho aber mit einem Preisnachlass von fast 2000 Franken erwerben – in Spanien als Ausländer ohne Vitamin B undenkbar. Zudem können wir noch die Schweizer Mehrwertsteuer von über 2100 Franken zurückfordern. Trotz Zoll und höherer Mehrwertsteuer in Spanien sollte da für uns am Schluss also noch ein Plus resultieren.


Und die Rückfahrt ist so natürlich viel interessanter als mit dem drögen Flugzeug. Will aber gut geplant sein: Schweiz-Cadiz, zum Fährhafen, das sind rund 2500 Kilometer. Dort fährt jeweils dienstags die wöchentliche Fähre Richtung kanarische Inseln. Wir wählten dafür Dienstag, den 8. August.

Um die Schweizer Mehrwertsteuer zurückfordern zu können, muss man innerhalb von 2 Tagen nach Kauf und Zulassung des Fahrzeugs das Land verlassen. Das hiess für uns Zulassung mit einem Exportschild am 31. Juli und Abfahrt via Zollamt Basel Saint-Louis am 2. August. Sechs Fahrtage – ein sportliches Programm!

Nach dem sich der Schreiber dieser Zeilen bei der Probefahrt mit dem Trike noch etwas schwer getan hatte und die ersten 500 Meter wie besoffen gefahren war, ging nun alles glatt. Ein Trike fährt sich definitiv anders als ein Motorrad, aber wenn man den Trick mal drauf hat, dann lässt sich das Gefährt ganz entspannt und easy bewegen. Da man zudem beim Anhalten die Füsse nicht von den Trittbrettern nehmen muss, erübrigen sich schwere Stiefel, es geht sogar quasi barfuss.



Die Route führte uns am ersten Tag via Basel nach Dole im Burgund. Am zweiten Tag durchs franzöische Massif Central via Clermont Ferrand nach Millau, wo sich mit dem Viaduc de Millau die mit 2460 Metern längste Schrägseilbrücke der Welt und das mit einer maximalen Pfeilerhöhe von 343 Metern höchste Bauwerk Frankreichs befindet.



















Der dritte Fahrtag, der Samstag, gestaltete sich verkehrstechnisch eher mühsam. Gefühlt befand sich ganz Mittel- und Nordfrankreich auf dem Weg in die Ferien ans Mittelmeer. Um trotz Stauverzögerungen von rund zwei Stunden unser Etappenziel Vilafranca de Penedés, südlich von Barcelona, einigermassen beizeiten zu erreichen, mussten wir kurz vor der spanischen Grenze, leicht zähneknirschend, auf die zahlpflichtige Autobahn überwechseln. Einmal in Spanien, lief der Verkehr wieder voll flüssig, auch am vierten Tag, dem Sonntag, der uns nach Javea führte, wo wir einmal mehr Natascha und Häse Grossenbacher besuchten, welche dort erfolgreich das Restaurant Chalet Suizo führen.

Nach einem weiteren Stopover nahe Granada erreichten wir über traumhafte Routen durch die weissen Dörfer Andalusiens (auf dem Bild: Olvera) schliesslich die Hafenstadt Cadiz.


Von da an war an Bord der – seit unserer letzten Überfahrt im Januar 2017 deutlich passagierfreundlicher gewordenen –  Trasmediterranea-Fähre "Albayzin" nur noch relaxen und geniessen angesagt.
















Und mittlerweile steht das Trike vor unserem Haus auf La Palma und wartet auf die spanische Zulassung.








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